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SFB 1399:  Mechanismen der Medikamenten-Empfindlichkeit und -Resistenz beim kleinzelligen Bronchialkarzinom

Fachliche Zuordnung Biologie
Chemie
Medizin
Förderung Förderung seit 2019
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 413326622
 
Das kleinzellige Bronchialkarzinom (SCLC) ist die aggressivste Lungenkrebs-Unterart. Leider ist nur wenig über die molekularen Mechanismen der Tumorentstehung bekannt. Insbesondere gibt es keine molekulare Erklärung für ein zentrales klinisches Merkmal: Während SCLC typischerweise initial empfindlich ist gegenüber Chemotherapie, ereilt die Patienten regelhaft ein therapieresistentes Rezidiv in kürzester Zeit. In der ersten Förderperiode sind Mitgliedern des SFB 1399 bahnbrechende Entdeckungen gelungen, die neue Erkenntnisse über die zugrundeliegenden Mechanismen dieser und weiterer Eigenschaften des SCLC liefern. Für die zweite Förderperiode planen wir nun, dieses neu gewonnene Wissen zu nutzen und eine ganze Reihe mechanistischer Analysen zu verfolgen, um unser Verständnis der molekularen Pathogenese des SCLC zu verbessern mit dem Ziel der Übertragung unserer neuartigen Erkenntnisse in die klinische Anwendung. Unser Konsortium ist hochgradig interdisziplinär ausgerichtet und umfasst Fachwissen in den Bereichen Biochemie, Metabolismus und Signaltransduktion, Strukturbiologie und Wirkstoffdesign, Tumorimmunologie, Mausmodelle, bioinformatische Krebsgenomik, molekulare Pathologie, sowie klinische Studien. Mitglieder unseres Konsortiums verfügen über umfassende Erfahrung in der interdisziplinären, fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit. Wir bauen unser Konsortium auf einem Portfolio etablierter technologischer Plattformen auf, wie Genomik, Immunomik, Metabolomik, Zellmodelle, genetische Mausmodelle und Bildgebung, sowie Algorithmen zum Verständnis der molekularen Evolution von SCLC. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Charakterisierung von Entdeckungen aus Hochdurchsatz-Assays in nachgeschalteten mechanistischen Experimenten. Unsere wissenschaftlichen Bemühungen sind eng mit der Klinik über eine translationale Plattform verbunden, die ein longitudinales Monitoring der Tumore unter Therapie und so eine Vertiefung der bereits gewonnenen Erkenntnisse in die Dynamik und Mechanismen der Evolution ermöglicht. Unser Ansatz wird so zu neuen Strategien für therapeutische Interventionen führen, die die Therapieresistenz überwinden können und letztendlich den Weg für kurative therapeutische Ansätze in der Zukunft ebnen. Zusätzlich zu unseren wissenschaftlichen Zielen wird dieser SFB den Leuchtturm für Präzisionsmedizin in Köln massiv stärken und dazu beitragen, die interdisziplinäre Forschung an unterschiedlichen Krebsarten miteinander zu verbinden. Ein wesentliches Augenmerk liegt auf der Ausbildung junger WissenschaftlerInnen und KlinikerInnen, sowie die besondere Förderung von Frauen.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche

Laufende Projekte

Abgeschlossene Projekte

Antragstellende Institution Universität zu Köln
 
 

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