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SFB 1479:  Onkogen-getriebener Immun Escape (OncoEscape)

Fachliche Zuordnung Medizin
Biologie
Förderung Förderung seit 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 441891347
 
In den letzten fünf Jahren hat die Forschung im Bereich der molekularen Therapien und der Immuntherapie gegen Krebs explosionsartig zugenommen. Der SFB ist führend bei Aktivitäten, die darauf abzielen, die gezielte Behandlung molekularer Schwachstellen und die Immuntherapie bei ausgewählten Krebserkrankungen zu kombinieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf onkogenen Mutationen, die eine abnormale Signaltransduktion verursachen, die zusammenfassend als „onkogene Signalgebung“ bezeichnet wird. Onkogene Signaltransduktion kann durch die Inaktivierung von Tumorsuppressorgenen oder durch aktivierende Mutationen in Genen entstehen, die für onkogene Kinasen kodieren. Therapeutische Strategien, die auf onkogene Signalgebung in Kombination mit Krebsimmuntherapie abzielen, wurden von präklinischen Studien in frühe klinische Studien überführt, wie beispielsweise die Kombination von MDM2-Hemmung und adoptivem T-Zell-Transfer bei akuter myeloischer Leukämie (AML). In der zweiten Förderperiode (FP2) wollen wir unser Verständnis der onkogen-induzierten Tumorzell-Immunzell-Interaktionen und Signale, die die Entwicklung eines immunsuppressiven Tumormikromilieus steuern, durch die Einführung neuartiger räumlicher genomischer, metabolomischer und proteomischer Instrumente verbessern. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf die Übertragung bisheriger Ergebnisse des Konsortiums auf den menschlichen Kontext mithilfe humanisierter Tiermodelle, Organoide, multidimensionaler Einzelzelltechnologien und Proben von Krebspatientenkohorten. Wir haben neue Gruppenleiter rekrutiert, die innovative Spitzentechnologien wie die CRISPR/Cas9-Technologie zur systemischen Störung von Transkriptionsfaktoren bereitstellen, die die nachgelagerten Effekte der Aktivierung onkogener Signalwege vermitteln. Wir haben die neuartige Technologie ZMAN-seq in den SFB integriert. ZMAN-seq zeichnet die transkriptomische Dynamik im Zeitverlauf auf, indem es Zeitstempel in zirkulierende Immunzellen einbringt und diese im Tumorgewebe verfolgt. Wir haben Vollspektrum-Durchflusszytometrie und räumliche Einzelzelltechnologien mit anspruchsvoller Berechnung eingeführt. Diese neuartigen Technologien und die Expertise der PIs ermöglichen es uns, unsere Forschung zum Einfluss onkogener Signale auf die Funktion angeborener und adaptiver Immunzellen im Tumormikromilieu zu intensivieren. Langfristiges Ziel des OncoEscape-Konsortiums ist es, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in präklinischen Modellen in neuartige Krebstherapien zum Wohle der Patienten zu übertragen. In der ersten Förderperiode wurden die Erkenntnisse der Grundlagenforschung des SFB in Phase-I-Studien für ausgewählte Tumorentitäten (z. B. NCT05447663, NCT04623216, EudraCT2021-002073-26) überführt. Dies zeigt, dass eine klinische Translation möglich ist, sofern eine überzeugende wissenschaftliche Begründung vorliegt.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche
Internationaler Bezug Schweiz

Laufende Projekte

Abgeschlossene Projekte

Antragstellende Institution Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
 
 

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