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SFB 1531:  Schadenskontrolle durch das Stroma-vaskuläre Kompartiment

Fachliche Zuordnung Medizin
Biologie
Förderung Förderung seit 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 456687919
 
Das stroma-vaskuläre Kompartiment (SVC) ist ein integraler Bestandteil eines jeden Organs. Es bildet die Gerüst- und Stützstrukturen für die spezifischen Parenchymzellen und enthält Blut- und Lymphgefäße sowie Stromazellen. Die Reaktion eines Organs auf Schaden hängt entscheidend vom SVC ab, da die darin befindlichen Zellen als Ersthelfer fungieren und das SVC den Raum darstellt, in den Entzündungszellen aus dem Blut austreten. Als Reaktion auf eine Schädigung expandieren und differenzieren Fibroblasten im SVC, um eine neue extrazelluläre Matrix zu bilden, und Angiogenese, die Bildung neuer Blutgefäße, wird angeregt, um die Nährstoffversorgung wiederherzustellen. Der Sonderforschungsbereich (SFB) "Schadenskontrolle durch das stroma-vaskuläre Kompartiment" konzentriert seine Forschung auf das Herz, das Gehirn und die Blutgefäße, um zu verstehen, wie die Zellpopulationen innerhalb des SVC auf Schäden reagieren und zur Reparaturreaktion beitragen. Aufgrund des multizellulären Kontextes, der Dynamik der Schadensreaktion sowie der Plastizität der Zellen des SVC war die Forschung zu diesen Aspekten bisher sehr erschwert. Jüngste Entwicklungen in der Massenspektrometrie, der Einzelzellsequenzierung und der Bioinformatik, die allesamt durch die Serviceprojekte unseres SFB angeboten werden, ermöglichen nun jedoch die umfassende Erforschung des Themas. Unser Konsortium ist dabei besonders an den Mechanismen und molekularen Akteuren interessiert, die die Reaktion auf eine Verletzung in einem multizellulären Kontext orchestrieren. Wir wollen herausfinden, wie das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Zelltypen koordiniert wird, um die Reparatur und die Wiederherstellung der Funktion zu fördern. Die Projekte sind dafür in zwei Kategorien eingeteilt: Abschnitt A beherbergt Projekte, die zelleigene Mechanismen behandeln Schaden zu erkennen, darauf zu reagieren und zu adaptieren. Die Arbeit konzentriert sich auf die Aufklärung von Stoffwechsel-, Redox- und epigenetischen Prinzipien sowie auf Mechanismen der Proteinqualitätskontrolle und Signaltransduktion. Die Projekte in Abschnitt B analysieren die Schadenskontrolle in einem multizellulären Kontext und konzentrieren sich darauf, wie der physiologische zelluläre Crosstalk organisiert ist und wie Schäden zur Reprogrammierung verschiedener Zellpopulationen führen. Der SFB bietet uns die Gelegenheit, ein hervorragendes, multidisziplinäres und diverses Team von Forschenden zusammenzubringen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Reaktion auf Schäden in verschiedenen Organen zu ermitteln. Letztlich will der SFB Mechanismen aufdecken, die genutzt werden können, um die Reaktion des SVC auf eine Schädigung zu optimieren, die Erholung des Gewebes zu verbessern und die Resilienz gegen Schäden zu erhöhen.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche

Laufende Projekte

Abgeschlossene Projekte

Antragstellende Institution Goethe-Universität Frankfurt am Main
 
 

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