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SFB 768:  Zyklenmanagement von Innovationsprozessen - Verzahnte Entwicklung von Leistungsbündeln auf Basis technischer Produkte

Fachliche Zuordnung Maschinenbau und Produktionstechnik
Maschinenbau und Produktionstechnik
Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Förderung Förderung von 2008 bis 2019
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 33237764
 
Der Sonderforschungsbereich befasst sich in insgesamt 14 Teilprojekten an drei Fakultäten mit Problemen, die bei der Realisierung innovativer und neuartiger Lösungen auftreten. Im Fokus der Untersuchungen steht die Realisierung und Nutzung der einzelnen Bestandteile komplexer Marktangebote, die heute üblicherweise Kombinationen von Produkt- und Dienstleistungselementen in Leistungsbündeln umfassen. Diese unterliegen unterschiedlich langen Entwicklungs- und Produktionszeiten. Sowohl verschiedenste Lebenszyklen der einzelnen Bestandteile, die von unterschiedlichen Funktionsbereichen erbracht werden, als auch die Verfügbarkeit und Reife von Technologien, die Entwicklung und Veränderung von Kompetenzen, finanzwirtschaftliche Zyklen an Kapitalmärkten oder bei Investitionen und Abschreibungen oder die Veränderung von Kundenanforderungen wirken als externe Faktoren auf Unternehmen ein.
Demgegenüber existieren in den zugehörigen Unternehmensprozessen unterschiedliche Zyklen in Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik, Finanzen, Service und im Recycling, die wiederum wechselseitig aufeinander wirken.
Diese zyklischen Wechselwirkungen verschärfen beim Innovieren technischer Produkte den hohen Ergebnis- und Termindruck, der sich in verkürzten Erprobungsphasen, häufigen Modellwechseln und somit schwer kalkulierbaren Risiken niederschlägt. Ergebnis sind Defizite in den Innovationsprozessen wie häufige Änderungen, fehlende Planungshilfsmittel, unzureichende Zielvorgaben, mangelnde Transparenz, unzulängliche disziplinenübergreifende Zusammenarbeit und nicht geklärte Kompetenzverteilung. Ein erheblicher Teil dieser Probleme resultiert aus der Unkenntnis und mangelnden Beherrschung der beeinflussenden Zyklen.
Vor dem Hintergrund dieser Problematik ist es Ziel des Sonderforschungsbereichs, Innovationsprozesse in Bezug auf die spezifischen Charakteristika der Zyklen wie auch die zwischen den Zyklen bestehenden Wechselwirkungen zu verstehen und zu gestalten.
Innovationsprozesse sollen damit inhaltlich in Bezug auf die Zyklen sowie vor allem in der zeitlichen Dimension und auch hinsichtlich Kosten und Qualität gestaltet werden können. Dazu arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fakultäten der Informatik, Ingenieurswissenschaften sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eng miteinander zusammen. Die Zyklensicht ist dabei die neue Perspektive auf Innovationsprozesse, um unternehmensexterne und -interne Erneuerungen in Einklang zu bringen.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche

Abgeschlossene Projekte

Antragstellende Institution Technische Universität München (TUM)
Sprecherinnen / Sprecher Professor Dr.-Ing. Udo Lindemann, bis 10/2013; Professorin Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, seit 11/2013
 
 

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