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SFB 1755:  CASCAID - Zelluläre und systemische Kontrolle von Autoimmunkrankheiten

Fachliche Zuordnung Medizin
Informatik, System- und Elektrotechnik
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 550296805
 
„Cellular and Systems Control of Autoimmune Disease“ (CASCAID) ist ein innovatives Forschungsprogramm mit dem Ziel, Strategien zur nachhaltigen, medikamentenfreien Remission bei Autoimmun- und chronisch-entzündlichen Erkrankungen zu entwickeln, mit der langfristigen Vision, diese Erkrankungen zu heilen. Autoimmunerkrankungen, wie rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, stellen aufgrund ihres chronischen Verlaufs und der Notwendigkeit lebenslanger Immunsuppression eine erhebliche klinische Herausforderung dar. Sie zeichnen sich durch wiederkehrende Entzündungsschübe aus, die zu fortschreitender Gewebeschädigung und Organfunktionsverlust führen. Aktuelle Behandlungsansätze, wie mit TNFα-Inhibitoren (bei Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen), Typ-1-Interferon (bei Lupus) oder Interleukin-23-Hemmern (bei Darmerkrankungen), kontrollieren die Entzündung, führen jedoch nicht zum dauerhaften Stopp der Erkrankung. Diese therapeutischen Einschränkungen deuten auf fehlgesteuerte Immunzellnetzwerke im Gewebe hin, die die Entzündung aufrechterhalten und eine stabile, medikamentenfreie Remission verhindern. CASCAID zielt darauf ab, diese Netzwerke zu identifizieren und zu charakterisieren, indem es (i) auf die Stärken des Konsortiums in der klinischen Immunologie und (ii) auf der Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Methoden bei Autoimmunerkrankungen aufbaut. CASCAID wird eine Brücke zwischen translationaler präklinischer und klinischer Forschung bilden, indem es molekular charakterisierte große Patientenkohorten (Arthritis, Lupus erythematodes und entzündliche Darmerkrankungen), menschliche Gewebeproben (aus Gelenksynovium, Lymphknoten und Darmschleimhaut) und modernste Verfahren zur Gewebeprofilierung (Gewebe-CyTOF, spartial Transkriptomik und Gewebemikroskopie) nutzt. Innerhalb des theoretischen Rahmens von CASCAID entwickelten Konsortiumsmitglieder bereits neue Therapieansätze: T-Zell-Engager bei rheumatoider Arthritis, CD19 CAR-T-Zellen bei Lupus sowie regulatorische T-Zellen bei entzündlichen Darmerkrankungen. Diese Behandlungen unterbrechen pathologische Immunnetzwerke und führen zu einer Remission. Durch die Untersuchung dieser Interventionen wird CASCAID die zellulären und systemischen Mechanismen im Geweben aufklären, die eine anhaltende medikamentenfreie Remission steuern, was unseren Behandlungsansatz von Autoimmunkrankheiten möglicherweise verändern wird.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche

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Beteiligte Hochschule Otto-Friedrich-Universität Bamberg
 
 

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