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TRR 338:  LETSIMMUN - Lymphozyten Engineering für Therapeutische Synthetische Immunität

Fachliche Zuordnung Medizin
Biologie
Förderung Förderung seit 2021
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 452881907
 
Die adoptive Zelltherapie mit gentechnisch veränderten Lymphozyten hat sich zu einem bedeutenden und rasch entwickelnden Forschungsfeld der modernen Medizin entwickelt. LETSimmun wurde etabliert, um in diesem Bereich ein Zentrum und Impulsgeber für innovative Grundlagen- und Translationsforschung in Deutschland zu schaffen. Pionierarbeiten zur Therapie mit pathogen- und tumor-spezifischen T-Zellen unter Beteiligung von LETSimmun-PIs lieferten erste wichtige Belege für die klinische Wirksamkeit dieses Ansatzes. Den größten Aufschwung erlebte das Forschungsfeld jedoch durch die Implementierung gentechnischer Technologien zur Einführung Antigen-spezifischer T-Zell-Rezeptoren (TCRs) oder chimärer Antigenrezeptoren (CARs), die die Spezifität von Lymphozyten bestimmen und umlenken. Insbesondere die schnelle klinische Entwicklung und Zulassung der CD19- und BCMA-CAR-T-Zelltherapie macht es für Patienten mit B-Zell-Tumoren bereits jetzt möglich, von dieser Behandlung zu profitieren. Die kürzliche, erfolgreiche Übertragung der CD19-CAR-T-Zelltherapie auf Autoimmunerkrankungen und die ersten erfolgreichen Behandlungen von Infektionskrankheiten mit TCR-gentechnisch veränderten T-Zellen zeigen die breite Anwendbarkeit dieser Therapien auf. Trotz dieser ersten Erfolge befindet sich das klinische Lymphozyten-Engineering aber noch in einem frühen Entwicklungsstadium, und es gibt viele Herausforderungen und Hürden zu bewältigen. Die wesentlichen Mechanismen, die für den Erfolg der Zelltherapie verantwortlich sind, müssen noch geklärt und die Engineering-Tools optimiert werden, um eine gezielte Steuerung von Zelleigenschaften und Zellfunktionen in vivo zu ermöglichen. Hierzu braucht es z.B. Fortschritte bei der Entwicklung verbesserter nicht-viraler Vektoren und gezielter Gentechnikverfahren; bei der Steuerung von in-vivo-Persistenz, Migration und Funktionalität, um Ansprechraten zu erhöhen und Rückfälle zu verhindern; bei der Identifizierung optimaler Zielmoleküle, Rezeptoren und Rezeptorkombinationen; und bei der Verbesserung translationaler Entwicklungen, wie Hochdurchsatztechniken zur Herstellung patientenindividueller Zellprodukte. Das Ziel von LETSimmun ist, Wissenschaftler und Kliniker aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen und Expertisen zu bündeln, um neuartige Ansätze und Strategien für verbesserte Lymphozyten-Therapien als medizinisch wünschenswerte (sichere und wirksame), wissenschaftlich fortschrittliche (kontinuierliche Innovation), allgemein zugängliche und nachhaltige (für alle bedürftigen Patienten verfügbare) Behandlung zu entwickeln, die in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt werden kann. Die Forscher werden von einem ATMP-Entwicklungsteam, einer Kerneinheit für Biomathematik/Bioinformatik sowie einem engagierten Management- und Governance-Team unterstützt. Das LETSimmun Early Career Scientist (ECS)-Trainingsprogramm fördert gezielt junge Wissenschaftler und Kliniker in diesem Fachbereich.
DFG-Verfahren Transregios

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Abgeschlossene Projekte

Antragstellende Institution Technische Universität München
 
 

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